Dressurausbildung in Berlin und Brandenburg: Pferd, Reiter, Akademie
Auf einen Blick
- Die Eichhof Akademie bildet bewusst nicht nur in Dressur aus, sondern in Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Sitzschule und Horsemanship — auf einer professionell ausgestatteten Anlage in Schenkenhorst.
- Lehrgänge mit international anerkannten Trainern wie Karin Lührs (Grand Prix), Christoph Hess, Conny Faste (Bewegungslehre) und Alfonso Aguilar (Horsemanship) sind explizit auch für externe Reiter offen.
- Regulärer Reitunterricht und Beritt sind den Einstellern vorbehalten; Zuschauer sind bei Lehrgängen jederzeit herzlich willkommen.
Wer in Berlin oder Brandenburg eine Dressurausbildung sucht, die mehr ist als Standardreitstunde, hat es nicht ganz leicht. Es gibt viele Anlagen, aber wenige, die echte Tiefe in der klassischen Reitlehre mit moderner Pferdehaltung verbinden — und dabei nicht nur Dressur, sondern eine breite Ausbildungsphilosophie anbieten. Die Eichhof Akademie in Schenkenhorst ist genau auf dieses Profil hin gebaut.
Dressurausbildung in Berlin und Brandenburg sollte heute mehr leisten als das klassische Vorwärts-Abwärts: Sitzschule, Bewegungslehre, Bodenarbeit und das Verständnis für die Atemwegs- und Bewegungsgesundheit des Pferdes gehören dazu. Auf der Eichhof Akademie in Potsdam-Mittelmark bilden wir in Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Sitzschule und Horsemanship aus, ergänzt durch ein Lehrgangsprogramm mit international anerkannten Trainern. Die Anlage liegt rund 20 Minuten vom Berliner Kurfürstendamm.
Im Folgenden zeigen wir, wie unser Ausbildungsangebot aufgebaut ist, welche Trainer wir regelmäßig auf der Anlage haben und woran sich gute Ausbildung im Alltag erkennen lässt.
Ausbildung am Eichhof — eine Akademie im wörtlichen Sinn
Der Name „Akademie” ist bewusst gewählt. Eine Akademie ist kein Reitstall, an dem man seine Stunden abreitet, sondern ein Ort, an dem Pferd und Reiter über Jahre wachsen. Diese Logik prägt das Programm: Wir denken in Entwicklungslinien, nicht in Einzelterminen.
Konkret bedeutet das:
- Aufeinander aufbauende Ausbildung. Vom ersten Anreiten bis zur S-Dressur ist die Trainingsstruktur durchgängig. Reiter wechseln nicht zwischen unklaren Methoden, sondern arbeiten mit einem konsistenten Ansatz.
- Pferd und Reiter werden gemeinsam ausgebildet. Wir trennen das nicht. Wer Probleme im Sitz hat, wird sie auch beim besten Pferd haben — und umgekehrt.
- Kontinuität durch ein festes Team. Pferdewirtschaftsmeisterin Pia Anina Gerullis und Dressurausbilderin Kim Jesse arbeiten regelmäßig auf der Anlage, ergänzt durch Inhaberin Franziska Gutsche.
Die Trainingsanlage selbst ist auf dieses Programm zugeschnitten: Reithalle 20 × 40 m mit Ebbe-Flut-Boden, Dressurplatz 20 × 60 m mit Ebbe-Flut-Aufbau, zweiter Dressurplatz 20 × 55 m, zwei Longierzirkel und ein Springplatz von einem Hektar. Auch im Winter und bei Starkregen ist konsistentes Training möglich.
Disziplinen: nicht nur Dressur
Ein wichtiger Punkt, der bei vielen Anlagen verloren geht: Wir bilden bewusst breit aus, nicht nur in Dressur. Das hat einen sportlichen und einen gesundheitlichen Grund.
Sportlich: Ein Pferd, das auch springen, ins Gelände gehen und Bodenarbeit kennen darf, entwickelt eine andere Lockerheit unter dem Sattel als ein reines Vierecks-Pferd. Mehr Bewegungsmuster, mehr Sicherheit, weniger Monotonie.
Gesundheitlich: Einseitige Belastung führt zu einseitiger Muskulatur und langfristig zu Verschleiß. Vielseitigkeit ist die beste Verschleißprävention, die wir kennen.
Konkrete Disziplinen, die wir trainieren:
- Dressur — vom ersten Lösen bis zur Klasse S; Sitzschule und Hilfengebung als Schwerpunkt.
- Springen — auf dem 1-Hektar-Springplatz, mit klarem Fokus auf Galoppqualität und Distanzgefühl, nicht auf Höhe.
- Vielseitigkeit — Geländetage mit Pia Anina Gerullis, mobile Geländehindernisse, im Outdoor- oder Indoor-Format.
- Sitzschule — der vielleicht unterschätzteste Hebel im Amateursport. Eine bessere Sitzschule ersetzt drei Reitstunden auf dem falschen Pferd.
- Horsemanship — Bodenarbeit, Pferdekommunikation, Verständnis für Pferdepsychologie.
Lehrgänge mit international anerkannten Trainern
Das Lehrgangsprogramm ist das Herzstück unserer Ausbildungs-Akademie und der Punkt, an dem auch externe Reiter willkommen sind. Wir haben uns bewusst gegen die einmalige „Star-Veranstaltung” und für ein wiederkehrendes Programm entschieden, weil Lernen über die Zeit funktioniert, nicht über den einzelnen Tag.
Unsere regelmäßigen Gasttrainer:
- Karin Lührs — Dressurlehrgang. Grand-Prix-Reiterin und -Ausbilderin, über 80 Siege in Klasse S, Richterin bis Klasse S. Ihre Lehrgänge richten sich an ambitionierte Reiter, die im klassischen Sinne saubere Dressurarbeit suchen.
- Christoph Hess — Reitlehrgang. Einer der renommiertesten Reitsportexperten Deutschlands. Lehrgänge ab Klasse L, mit klarer Mischung aus praktischer Einheit und Theorie.
- Conny Faste — Bewegungslehrgang. Spezialistin für Biomechanik zwischen Reiter und Pferd. Wer seinen Sitz analysieren und gezielt verbessern will, findet hier den richtigen Zugang.
- Alfonso Aguilar — Horsemanship. International anerkannter Experte für Bodenarbeit und Pferdekommunikation. Tageslehrgänge von ca. 9:00 bis 16:30 Uhr.
- Pia Anina Gerullis — Geländetag. Vielseitiger Trainingstag im Gelände, vom Einsteiger bis zum fortgeschrittenen Reiter offen.
Aktuelle Termine, Trainerprofile und Buchungsinformationen finden Sie auf unserer Lehrgangsseite.
Beritt für junges Pferd, Korrektur für gestandenes Pferd
Neben dem Reitunterricht bieten wir Beritt für unsere Einsteller an. Das umfasst:
- Anreiten junger Pferde — schonend, in mehreren Wochen, mit klaren Pausen. Mehr dazu in unserem Beitrag Jungpferd anreiten lassen.
- Vollberitt für Pferde, die täglich in der weiterführenden Ausbildung trainiert werden.
- Teilberitt als Ergänzung zum Reiten des Besitzers — meistens zwei bis drei Einheiten pro Woche.
- Korrekturberitt für Pferde, die in der Vergangenheit schwierig oder einseitig geritten wurden.
Wir reiten bewusst nicht in Drei-Wochen-Programmen, in denen ein Pferd „fertig” gemacht wird. Solide Ausbildung braucht Monate, nicht Wochen. Diese Geduld zahlt sich auf der gesamten Reitlebensdauer eines Pferdes aus.
Sitzschule und Horsemanship — die Basis, die kaum jemand anbietet
Wer auf das Niveau eines Eichhof-Lehrgangs aufsteigen will, braucht ein Fundament. Dieses Fundament wird im Alltag aufgebaut, nicht im Lehrgang. Zwei Bausteine sind dafür entscheidend:
Sitzschule ist die ehrliche Antwort auf die meisten Reitprobleme. Wer mit ungelenkem Becken, festem Knie oder hohlem Kreuz reitet, kann das beste Pferd nicht zur Lockerheit bringen. Wir machen Sitzschule deshalb regelmäßig zum Inhalt von Reiterstunden — meistens im 20-Minuten-Block am Beginn der Einheit, gerne auf einem Schulpferd, um sich vom eigenen Pferd zu lösen und auf den eigenen Körper zu konzentrieren.
Horsemanship ist der Begriff für das, was vor und nach dem Reiten passiert. Wie verhält sich ein Pferd am Boden? Wie reagiert es auf Unsicherheit? Wer das versteht, reitet einfacher — und korrigiert in der Box, nicht im Sattel.
Wenn Sie überlegen, ob unsere Akademie zu Ihnen passt, kommen Sie gern als Zuschauer zu einem unserer nächsten Lehrgänge. Oder kontaktieren Sie uns direkt — wir nehmen uns Zeit, Ihre Fragen zu beantworten.
Lehrgangsformate auf einen Blick
| Trainer | Format | Niveau | Externe Reiter |
|---|---|---|---|
| Karin Lührs | Dressurlehrgang, 45 Min Einheiten | Ab Klasse L | Willkommen |
| Christoph Hess | Reitlehrgang, 40 Min Reiten + 20 Min Abreiten | Ab Klasse L | Willkommen |
| Conny Faste | Bewegungslehrgang, 45 Min | Alle Niveaus | Willkommen |
| Alfonso Aguilar | Horsemanship, ca. 9:00-16:30 Uhr | Alle Niveaus | Willkommen |
| Pia Anina Gerullis | Geländetag, ganztägig | Einsteiger bis Fortgeschrittene | Willkommen |
Fragen & Antworten